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Kann Umweltschutz Rendite bringen? The Generation Forest zeigt, wie's geht!

Investieren und dabei Umwelt und Klima schonen – geht das überhaupt?


Genau diese Frage haben sich die Masterminds hinter dem ökologischen Investitionsprojekt „The Generation Forest“ gestellt – und deutlich mit „ja“ beantwortet! Um genauer zu verstehen, was es mit dem Projekt auf sich hat, und euch näherzubringen, wie ökologische Investitionen funktionieren können, haben wir Lukas Mörchen, Account Manager bei „The Generation Forest“ interviewt.


Das Ergebnis lest ihr hier:


Q: Hallo, lieber Lukas! Schön, dass du dir Zeit für uns nehmen konntest. Fangen wir doch gleich einmal an: Was steckt hinter “The Generation Forest” – und was ist eure Mission?


A: Hinter The Generation Forest steckt eine Genossenschaft mit über 7.000 Mitgliedern, die sich gemeinsam für die Schaffung neuer tropischer Wälder einsetzen. Dabei können sich alle – Privatpersonen, Unternehmen oder Stiftungen – an dem Projekt beteiligen und einen wichtigen Beitrag zur Aufforstung leisten. Unsere Generationenwälder sind nicht nur wichtige CO₂-Speicher im Kampf gegen den Klimawandel, sondern schaffen auch Raum für Artenvielfalt und sozialverträgliche Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort.


Foto von Nandhu Kumar: https://www.pexels.com/de-de/foto/gruner-wald-795622/


Q: Investieren und Umweltschutz – wie passt das zusammen?


A: Umwelt und Klima sollten im besten Fall immer eine Rolle beim Investieren spielen. Unser Geld ist nämlich ein wichtiger Hebel für eine nachhaltige Transformation!


Leider haben wir in den letzten Jahrzehnten wirtschaftliche Interessen stark von Umwelt und Klima getrennt. Dies hat dazu geführt, dass Klimaschäden nicht beachtet werden und Klimaschutz-Maßnahmen oft als reine Kostenpunkte gesehen werden. Wenn wir aber mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie, haben wir die Möglichkeit natürliche Prozesse zu einem Teil unseres Wirtschaftens werden zu lassen.


In unserem forstwirtschaftlichen Modell profitieren Ökologie und Ökonomie voneinander. Wir schaffen somit eine Rendite für das Investment in die Natur und schaffen durch den wirtschaftlichen Ansatz eine Permanenz für den Wald, der nicht durch andere wirtschaftliche Interessen bedroht wird.



Foto von Oliver Sjöström: https://www.pexels.com/de-de/foto/landschaftsfotografie-von-wasserfallen-umgeben-von-grunen-blattpflanzen-931007/

Q: Wie unterscheidet sich The Generation Forest von anderen Unternehmen in der Forst- und Umweltbranche, und welche innovativen Ansätze verfolgt ihr?


A: Wir setzen mit unserem Ansatz auf eine sich gegenseitig stärkende Kombination von Ökologie und Ökonomie. Viele Forstprojekte sind leider rein profitorientiert, wodurch viele Monokulturen mit nicht-einheimischen Baumarten entstehen.

Da die Projekte meist nur auf kurze Projektlaufzeiten angelegt sind, gibt es einen hohen wirtschaftlichen Druck und die Wälder werden häufig anschließend komplett gerodet. So kann natürlich langfristig kein Ökosystem entstehen, das Lebensräume für Tiere oder eine volle Regeneration der Böden ermöglicht.


Andererseits bieten bedauerlicherweise einige Projekte des Umweltschutzes wenig bis keine Perspektive für die lokale Bevölkerung. Dadurch werden die Konflikte zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Interessen der Menschen vor Ort nicht beseitigt, sondern nur auf andere Flächen verschoben.


Unser Generationenwald ist ein Mischwald aus verschiedenen einheimischen Baumarten, der auf Bäumen verschiedener Alter aufgebaut ist und in dem sich die Artenvielfalt wieder ausbreiten kann.


In unserem forstwirtschaftlichen Modell profitieren Ökologie und Ökonomie voneinander.

Durch die Produktion des Holzes trägt sich der Wald finanziell selbst. Langfristig kann sich ein Gleichgewicht einstellen, indem so viele Bäume entnommen werden wie sich natürlich regenerieren. Bis zu diesem Zeitpunkt pflanzen wir immer so viel nach wie nötig, damit die entstandenen Lücken schnell wieder zu wachsen.


Genossenschaftsmodelle des gemeinsamen Wirtschaftens gibt es schon sehr lange. Genossenschaften ermöglichen es vielen Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen etc. sich zusammenzuschließen und ein gemeinsames Ziel mit in der Satzung festgelegten Werten zu verfolgen.


Dabei sollte niemand daran interessiert sein, den Wald komplett zu roden, da dann auch das gemeinsame Vermögen des Waldes zerstört würde. Schonende Entnahmen gewährleisten eine Mischung aus Walderhalt und langfristig stetigen Ausschüttungen für die Mitglieder.

Genau so ist das Konzept der nachhaltigen Forstwirtschaft und dem regenerativen Wirtschaftsmodell nichts Neues. Eine der ersten Definitionen der Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft. Warum brauchen wir immer neue innovative Ideen, wenn die Natur uns eigentlich viele Lösungen z.B. im Kampf gegen den Klimawandel vormacht?


Nachhaltige Forstwirtschaft und genossenschaftliche Beteiligungsmodelle sind also aus vielerlei Sicht altbewährt und sehr sinnvoll in ihrer Kombination.

Q: Welche Herausforderungen und Chancen seht ihr im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und die Erreichung eurer langfristigen Ziele?

A: Unser Projekt ist langfristig und ganzheitlich angelegt. Eine Herausforderung ist, dass viele Denkweisen heutzutage eher kurzfristig und auf einzelne Kennzahlen fokussiert sind. In der Geldanlage geht es häufig um schnelle, möglichst hohe Rendite, was ein nachhaltiges Wirtschaften erschwert. Im ökologischen Sinne fokussieren wir uns auf einzelne Größen, wie die ausgestoßenen und eingespeicherten CO₂-Emissionen.

Dieser Fokus verhindert aber teilweise, dass die Komplexität der Ökosysteme oder Bedürfnisse der Menschen vor Ort einbezogen werden.


Wir sehen eine Tendenz, dass sich immer mehr Menschen ganzheitlich mit den Auswirkungen ihres Handelns auf die Umwelt auseinandersetzen. Darin besteht natürlich eine Chance, noch mehr Menschen für unser Projekt zu gewinnen. Wir sind daher optimistisch, dass wir unser Ziel von 3.000 Hektar neuem Wald bis 2027 gemeinsam mit unseren bestehenden und neuen Mitgliedern erreichen werden.



Foto von André Cook: https://www.pexels.com/de-de/foto/grune-baume-396714/


Q: Wie plant ihr, eure soziale Verantwortung in der Gemeinschaft und gegenüber euren Stakeholdern weiterhin zu erfüllen, und welche Schritte werden unternommen, um nachhaltiges Wachstum sicherzustellen?


A: Ein wichtiger Bestandteil ist die Zusammenarbeit auf Augenhöhe und mit Transparenz für alle Stakeholder – seien es unsere Mitglieder, andere Partner:innen oder die Menschen vor Ort in Panama. Eine Einbeziehung und Kompromissfindung mit allen Beteiligten ist für uns stets wichtig.


Wir sehen eine Tendenz, dass sich immer mehr Menschen ganzheitlich mit den Auswirkungen ihres Handelns auf die Umwelt auseinandersetzen.

Auf der jährlichen Generalversammlung gibt es für alle Mitglieder die Möglichkeit, die Entwicklung unserer Genossenschaft nachzuvollziehen und unser Vorstand steht dabei Rede und Antwort. Aber auch das komplette Jahr über informieren wir per Newsletter oder im direkten Austausch mit unserem Team über die Entwicklung des Projektes.

In Panama haben wir einen erfahrenen Forstpartner, der B-Corp-zertifiziert ist und im stetigen Austausch mit relevanten Stakeholdern, der lokalen Bevölkerung, NGOs und der Politik ist.

Q: Welche Erfolge könnt ihr – sowohl ökologisch als auch ökonomisch – jetzt schon nachweisen?


A: Aus ökonomischer Sicht ist insbesondere das bisherige Wachstum unserer Genossenschaft zu nennen. Wir haben in diesem Jahr die 7.000-Mitglieder-Marke geknackt und haben über 30 Millionen Euro für die Aufforstung gesammelt. So konnten wir inzwischen über 1.200 Hektar Land aufforsten und knapp 2.400 Hektar Land erwerben.


In der Biodiversitätsstudie der lokalen NGO Ancon über unsere Wälder war es ein großer Erfolg zu sehen, wie viele (teils bedrohte) Tiere auf unseren Flächen aufzufinden sind. In unserem Impact Report für 2022 haben wir diese und weitere ökologische Erfolge festgehalten.


Es entstehen keine weiteren Kosten nach der Zahlung des Anteils, der Wald wächst jedoch Jahr für Jahr weiter, speichert auf lange Sicht durchschnittlich eine Tonne CO₂ pro Jahr

Q: Wie kann man als Investor:in bei The Generation Forest einsteigen?


A: Als Mitglied unserer Genossenschaft zeichnet man Genossenschaftsanteile, die jeweils die Aufforstung von mindestens 500 m² Generationenwald finanzieren. Die Kosten pro Anteil liegen bei 1.495 €, wobei man die Beteiligung auch über eine längere Laufzeit abbezahlen kann, sodass die Kosten auf 28 € pro Monat gestreckt werden können.


Das Tolle dabei: Es entstehen keine weiteren Kosten nach der Zahlung des Anteils, der Wald wächst jedoch Jahr für Jahr weiter, speichert auf lange Sicht durchschnittlich eine Tonne CO₂ pro Jahr und ist komplett finanziert, bis er sich finanziell selbst trägt.

Wer mitmachen möchte, findet alle Informationen dazu auf unserer Internetseite und kann dort einen Online-Beitritt durchführen. Wir freuen uns drauf!

Q: Das klingt super! Danke für deine Zeit, lieber Lucas – und weiterhin viel Erfolg!


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