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Mit veganer Gastronomie auf Erfolgskurs - Nir Rosenfeld aus Frankfurt

Aktualisiert: 27. Apr.

Im Rahmen unserer neuen Reihe über vegane Marken und Unternehmen durften wir uns mit dem erfolgreichen, Frankfurter Gastronomen Nir Rosenfeld unterhalten, der nicht nur mehrere rein-pflanzliche Lokale leitet, sondern auch in Sachen Tierschutz jeden Tag 110 % gibt. Wie es ihm gelungen ist, eine herausragende vegane Brand aufzubauen und für welche Werte er jeden Tag einsteht, erfahrt ihr in diesem Artikel.


Q: Hallo Nir, schön, dass du dir Zeit für unser Interview nimmst. Starten wir gleich einmal mit der ersten Frage: Wie bist du zum Veganismus gekommen – und warum? Gab es einen bestimmten Auslöser, oder waren es viele Dinge gleichzeitig?


A: Ich bin 2017 durch Zufall auf ein Video eines Tierrechtsaktivisten aus den USA gestoßen. Schon während ich die Rede von Gary Yourofsky, „The most important speech you will ever hear“, geschaut habe, entschloss ich mich dazu vegan zu leben - und das für den Rest meines Lebens.


https://www.kuli-alma.com/

Q: Du bist nicht nur sehr aktiv im Tierschutz, sondern auch sehr erfolgreich mit deinem rein veganen Restaurant „Zeil Kitchen“, deinem vegan-israelischen Imbiss „Kuli Alma“ sowie vielen weiteren spannenden rein-pflanzlichen, kulinarischen Projekten. Wie entstand die Idee, in die vegane Gastronomie zu gehen?


A: Ich bin Gastronom, seitdem ich 20 Jahre alt bin. Als ich mich entschloss vegan zu leben, hatte ich 3 Restaurants, die nicht vegan waren. Ich wollte auch kein Geld mehr mit der Tierindustrie machen, also verkaufte ich meine Anteile zweier Restaurants an meinen Geschäftspartner, der nichts ändern wollte.


Das dritte Restaurant auf der Zeil habe ich behalten und in kurzer Zeit auf 100 % vegan umgestellt. Daraufhin eröffnete ich zwei weitere Restaurants, einen Imbiss und besorgte einen Foodtruck. Außerdem ist derzeit eine Großküche im Aufbau. Ich bin also schon immer Gastronom gewesen. Ich habe mein Angebot nur auf tierleidfrei umgestellt.


Bildquelle: https://www.zeil-kitchen.de/

Q: Beim Blick auf eure Speisekarten schlägt das Herz jedes Foodies höher. Kannst du unseren Lesern einen kleinen Überblick über die Highlights deiner Restaurants und Imbisse geben?


A: Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ich verkaufe nichts, dass ich nicht selber sehr lecker finde. Bei uns schmeckt eigentlich alles hervorragend. Viele kommen wegen Hummus oder Falafeln, die anderen wegen unserer Burger, Salate oder israelischen Spezialitäten, die man an sich in Frankfurt nur bei uns so finden kann.


Bildquelle: https://www.zeil-kitchen.de/


Q: Außerdem interessiert es uns sehr, zu wissen, WER in deine Läden kommt. Sind auch viele Nicht-Veganer dabei und falls ja – wie sind die Reaktionen auf das vielfältige rein-pflanzliche Angebot?

A: Die meisten unserer Gäste, ich würde sagen um die 95 %, sind nicht vegan. Sie kommen immer wieder aus dem einfachen Grund, weil es ihnen schmeckt. Die Reaktionen sind immer gut. Sehr lustig und interessant ist es zu sehen, wenn die Gäste uns nicht glauben, dass das Essen vegan war. Dann müssen wir sie überzeugen, dass es kein Fleisch, Ei oder Kuhmilch war. Natürlich gibt es auch Menschen, die in den Laden kommen und gehen wollen, wenn sie sehen, dass unser Angebot vegan ist. Dies ist zum Glück sehr selten, aber auch das kommt vor.


Wenn meine Tochter oder ich da sind und das mitbekommen, versuchen wir sie zu überzeugen doch zu bleiben und laden sie auch gerne mal ein. Aber allgemein sind unsere Gäste überwiegend nicht vegan und kommen immer wieder gerne.

Q: Du bist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der zu seinen Werten steht. Was würdest du anderen mit den auf den Weg geben, die ebenfalls ein veganes Unternehmen/eine vegane Marke etablieren möchten? Wie siehst du die Zukunft des Veganismus?


A: In einem veganen Etablissement sehe ich keinen Unterschied zu einem nicht veganen. Wenn man etwas macht, muss man es richtig und professionell machen. Wert auf Freundlichkeit, Sauberkeit, Qualität, Buchhaltung, Einkauf und vieles mehr muss man immer legen, damit es läuft. Das sind alles Dinge, die nichts mit vegan zu tun haben - aber wenn man das mit Tierleid kann, dann geht das natürlich auch ohne.


Wenn man aber das eine oder andere noch nicht gemacht hat und etwas komplett Neues von 0 aufbauen möchte, kann das schwer werden. Allerdings hat dies an sich nichts mit vegan zu tun. Der eine kann das, der andere nicht. Ich würde sogar sagen, dass es einfacher ist, ohne Tierleid zu arbeiten.


Bildquelle: https://www.zeil-kitchen.de/

Vielen Dank für deine Antworten, lieber Nir – und weiterhin viel Erfolg auf allen Ebenen!

Ihr wollt Nirs wunderbare Lokale einmal ausprobieren?


Hier die Links und alle Infos:

https://www.zeil-kitchen.de/

https://www.kuli-alma.com/



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